00:00:01: Die.
00:00:01: Deutsche Wohnen ist einer der größten Vermieter in Berlin und ganz Deutschland.
00:00:05: Wir warten, Wohnungsunternehmen wie Wonovia oder deutsche Wohnen vor
00:00:09: nur an steigenden
00:00:10: Mieten interessiert zu sein.
00:00:11: Die Deutsche Wohnung profitiert vom Wohnungsmammel die Initiative DeutscheWohnung Co enteignet.
00:00:31: Hi, das ist eine neue Folge von Menschen und Mieten.
00:00:33: Der Podcast von Deutscher Wohnen und Grundeignen.
00:00:36: Und diese Folge ist für alle die die letzten Monate mitbekommen haben dass viel über Vergesellschaftung gesprochen wird aber nicht im Einzelnen durchstiegen haben wer hier alles was gesagt hat.
00:00:45: nur zur Erinnerung.
00:00:46: Friedrich Merz hat angekündigt die vergesellschaftungen verbietend zu wollen.
00:00:49: es gab eine bundesratsinitiative es gab Angriffe von allen Seiten auf Vergeschaftung und genau darüber werden wir heute sprechen.
00:00:56: Wir, das sind Livia und Tillmann.
00:00:58: Wir hosten diesen Podcast und sprechen heute mit Bella.
00:01:02: Und Bella wird sich selbst vorstellen!
00:01:05: Hallo ich freue mich sehr hier dabei zu sein.
00:01:07: Ich bin Bella, ich bin im Kizim-Tabloff Schöneberg von Deutsche Wohnen und Koren Eignen und eine der Sprecherinnen der Kampagne.
00:01:15: Richtig schön dass du dabei bist.
00:01:16: Ja herzlich willkommen.
00:01:19: Merz hat ja am zweiten Juli um elf Uhr morgens angekündigt in einer Pressekonferenz, dass er versuchen wird deutsche Wohnen und Co.
00:01:27: Enteignungen zu verbieten.
00:01:28: also grob gesagt sozusagen was ging dir damals durch den Kopf als du das gehört hast?
00:01:35: Ja, das war diese Pressekonferenz nach dem Koalitionsausschuss aus dem ja so einige schlimme Sachen herausgekommen sind.
00:01:42: Aber irgendwo fast in einer Randnotiz hat mehr als auch noch angekündigt dass die Vergesellschaftung von großen Immobilienkonzernen auf Bundesebene verboten werden soll, sodass die Länder keine Kompetenzen hätten es zu machen.
00:01:55: Ich saß da gerade im Auto und bin durch Brandenburg gefahren Und ich muss sagen, mir ist schon ziemlich das Herz in die Hose gerutscht.
00:02:02: Weil ich schon im ersten Moment dachte, war's das jetzt?
00:02:06: Können wir noch weitermachen, welche Auswirkungen wird es für uns haben?
00:02:09: Das hat da auf jeden Fall was sehr Bedrückendes und zum Glück... Ich bin keine Juristin aber wir haben ja schlaue Leute bei uns mit dabei, er hat sich dann ziemlich schnell herausgestellt dass alles so wie er das angekündigt hat gar nicht funktioniert und ich glaube danach hatte ich vor allem das Gefühl wow!
00:02:26: Wir werden ganz schön ernst genommen.
00:02:28: Es geht jetzt wirklich zur Sache.
00:02:30: Wir haben schon ziemlich viele Jahre damit gerechnet, dass es irgendwann diesen großen Backlash geben würde, das da noch echt viel auf uns zukommt von unseren Gegnerinnen und Gegnern – und jetzt diesen Sommer ist der Moment gekommen!
00:02:45: Lass uns gleich nochmal darüber sprechen, warum das nicht funktionieren kann.
00:02:48: Was Friedrich Merz vorschwiebt aber vorher vielleicht noch einmal bei diesem Tag bleiben.
00:02:52: Es gab dann ja sehr schnell eine Demo die wir auf die Beine gestellt haben.
00:02:58: alle drei waren auch da Das habt ihr mitbekommen von dieser Ja wie sozusagen die Organisation.
00:03:06: Wie hat es geklappt so schnell eine demo auf die beine zu stellen?
00:03:09: am selben tag noch
00:03:10: Ja, ich glaube da zeigt sich welche tollen Menschen auch bei DWE aktiv sind und wie schnell dann manchmal so eine gut geölte Maschine auch in Gang kommt.
00:03:19: Ich glaube so nachdem der erste Schock sich ein bisschen gesetzt hatte kam vor allem die Wut und der Ärger über das was daraus gekommen ist.
00:03:28: Zack, zack.
00:03:29: an einem Nachmittag haben wir gemeinsam entschieden.
00:03:31: Es braucht jetzt eine spontane Reaktion darauf und haben innerhalb von zwei Stunden diese Kundgebung organisiert angemeldet und dann vor der SPD-Zentrale in Berlin durchgeführt.
00:03:42: Und mich hat das wirklich sehr beeindruckt weil das gezeigt hat mit zwei Stunden Voreinkündigung kommen da fünfhundert Menschen vor der SPD Zentrale zusammen die auch alle das Gefühl haben es kann nicht sein Was ist mit dieser Partei?
00:03:57: Warum wird uns sowas hier entgegengeschleudert?
00:03:59: und das hatte was sehr bestärkendes, das gemeinsam zu erleben.
00:04:04: Ich finde es zeigt auch wie viel Kompetenz und wie viele Erfahrungen so grundsätzlich in der Kampagne versammelt sind.
00:04:10: aber In Bezug auf lauter Puzzle-Steine, die sich dann so neu wieder zusammenfügen.
00:04:15: Dass man irgendwie das Gefühl hat, ja genau, irgendwer hat mal diese Fahnen genäht und Leute haben schon mal Reden gehalten und Leute verhalten jetzt zum ersten Mal Reden.
00:04:22: Und es ist irgendwie aufregend und dieses Wissen kann aber weitergegeben werden.
00:04:26: Es gibt Leute, die zum ersten mal Social Media machen und das total toll machen.
00:04:30: Dann gibt's diese ganzen Leute, der gar nicht in der Kampagne aktiv sind, die auch gekommen sind.
00:04:36: Also wenn man das Gefühl hatte, dass Netzwerk DWE funktioniert in Berlin
00:04:39: einfach...
00:04:41: Nach wie vor, obwohl die letzten Monate ja eher so ein bisschen nach innen gerichtet waren.
00:04:45: Viele Leute haben einfach an diesem Gesetz geschrieben.
00:04:48: Es war wenig sozusagen große DWE-Sichtbarkeit auf der Straße bis vielleicht auch so die Plakate und so.
00:04:54: Und ich hatte das Gefühl, dass war ein sehr bestärkender Moment.
00:04:57: Die Gespenster-Kostüme wurden wieder ausgepackt.
00:05:01: Genau da ist irgendwie viel passiert!
00:05:02: Vielleicht reden wir aber nochmal kurz... Also du hast ja gerade schon gesagt, dass wir gleich noch mal über diesen Tag reden wollen jetzt eigentlich nicht möglich ist.
00:05:11: Ich glaube, es ist aber gut auch nochmal über so the run-up zu reden.
00:05:14: also was das für Angriffe eigentlich schon vor bevor die Bundesregierung das angekündigt hat gab?
00:05:20: Es gab ja zum Beispiel am einundzwanzigsten Mai schon Söder der angekünstigt hat dass es im bayerischen Landtag eine Initiative geben wird um Enteignung zu stoppen.
00:05:33: Da wurde ja irgendwie, also es ist jetzt nicht überraschend dass Söder uns nicht cool findet.
00:05:36: Aber genau vielleicht kannst du da auch noch mal sagen was deine Gedanken da waren?
00:05:41: Thomas hat in der anderen Postkastfolge schon gesagt Es ist ja irgendwie fanny was das genau Söders Problem der ist in Bayern.
00:05:47: Also genau
00:05:48: Ja selbst die bayerische SPD hat zu dem Zeitpunkt damals gesagt vielleicht erst einmal vor der eigenen Haustür kehren, bevor man sich in andere Angelegenheiten einmischt.
00:05:57: Ich habe das glaube ich im ersten Moment gar nicht so ernst genommen, weil ich auch dachte gut, dass ist das was er immer erzählt.
00:06:06: Das ist jetzt politisch nicht verwunderlich, dass es seine Haltung ist und alle möglichen Initiativen oder Sachen die man mal in eine Kamera sagt, die gibt's ja von allen möglichen Seiten.
00:06:16: Jetzt im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass das ganze Teil war wirklich von einer konzertierten Aktion, die sich dann über die kommenden, darauf kommenden Wochen hin... so ausgerollt hat.
00:06:25: Und das ist natürlich schon dann spannend zu beobachten, im Nachhinein zu merken, ah da hat sich wirklich eine Hand der anderen gereicht von Leuten die aus unterschiedlichen Interessen unbedingt versuchen wollen die Vergesellschaftung zu verhindern und die jetzt eben auch sehen es ist zum Greifen nahe.
00:06:43: Aber verstehst du warum Söder damit?
00:06:45: also er war doch eigentlich der Beginn dieser Angriffswelle auf Vergesächtewürftung?
00:06:49: Warum eher?
00:06:51: Ich denke, dass er glaubt damit seine Klientel bedienen zu können.
00:06:55: Es
00:06:56: ist ja auch glaube ich manchmal gute bayerische Tradition so über die Hauptstadt zu schimpfen und dann kommen die da auch noch mit zur verrückenden Eigenungsfandaseen um die Ecke und ich glaube das er gedacht hat.
00:07:06: damit kann er sich profilieren.
00:07:07: Ich glaube auch, dass Lobbyinteressen dahinter stecken also dass er als Bayerischer Staatsminister natürlich auch gute Kontakte hat Wirtschaft immer ganz nach vorne stellen wird als CSU-Minister und das erscheinen wir irgendwie schlüssig, dass es aus der Ecke kommt.
00:07:27: Und trotzdem war irgendwie so ein bisschen verwunderlich, dass Söder ja geplant hat eine Bundesratsinitiative zu starten die die Bundesregierung dazu auffordert Gesellschaftung zu verbieten.
00:07:37: Jetzt ist aber diese Bundesrats Initiative überholt worden von der Bundesregierung Von links sozusagen.
00:07:43: also irgendwie wirkt es dann doch auch ein bisschen un... koordiniert oder wie interpräst ihr es zu?
00:07:50: Naja, ich glaube man war sich einfach sehr schnell einig.
00:07:53: Neben der Bundesratsinitiative gab's ja auch noch Beschlüsse von der FinanzministerInnenkonferenz und der BauministerInnen Konferenz Und das erzeugt natürlich nach außen geschlossenes Bild.
00:08:05: alle sind sich einig die Vergesellschaftung muss unbedingt verhindert werden.
00:08:09: Ich glaube dass März dann zu dem Zeitpunkt gedacht hat, gut wozu noch die langwierigen Diskussionen im Bundesrat?
00:08:16: Wir haben das doch ja alle schon gemeinsam miteinander besprochen.
00:08:19: Dann hat er es noch im Koalitionsausschuss durchgesetzt mit oder gegen die SPD?
00:08:25: offensichtlich eher mit ihr also vielleicht gar nicht chaotisch sondern eher wozu sich so lange aufhalten.
00:08:32: wir können auch eigentlich direkt loslegen.
00:08:35: Du hast ja jetzt gerade schon sozusagen Lobbyinteressen angesprochen.
00:08:39: Es gab dann ja noch so andere Verbände der regionalen Bauunternehmer und auch der Berlin-Brandenburgischen Bauunternehmers.
00:08:48: Und da gab es auch noch die Banken, es gab eine weirde Pressekonferenz der Banken über die wir auch schon als das mal gesprochen haben.
00:08:54: also es gab sozusagen verschiedene kleine Steps wo man irgendwie so das Gefühl hatte, ahja es wurden jetzt alle angerufen zwischen Mai und Juni und alle sollten sich mal überlegen was können sie noch sagen?
00:09:04: haben aber, da war ja eben halt nicht so wahnsinnig viel rum.
00:09:07: Also die haben irgendwie alle gesagt ja Enteignung ist irgendwie schlecht wir wissen nicht genau wieso.
00:09:11: jetzt für uns konkret, also okay bei den BauunternehmerInnen ist natürlich relativ klar wie so konkret für die, aber vielleicht kannst du dann noch mal was dazu sagen.
00:09:20: zu den verschiedenen Akteuren und sozusagen wie die Glaubwürdigkeit vielleicht auch sehr unterschiedlich verteilt waren?
00:09:27: Für ungefähr zwei Wochen wusste man eigentlich gar nicht, wo einem der Kopf steht.
00:09:31: Weil irgendwie von allen Seiten immer noch irgendwas Neues rauskam diese verschiedenen MinisterInnenkonferenzen die sich dazu geäußert haben.
00:09:39: dann kam heraus die Berliner Sparkasse, die EBB und die DKB glaube ich habe eine gemeinsame Studie in Auftrag gegeben beim Institut der deutschen Wirtschaft was natürlich auch ein sehr konservatives Wirtschafts Forschungsinstitut, wenn man das so sagen möchte ist.
00:09:56: Aber wie du gesagt hast die Argumente sind nicht neu.
00:09:58: also eigentlich wird noch mal das Gleiche wiedergekäupt was schon seit Jahren behauptet wird.
00:10:03: Das alles wird uns in den finanziellen Ruinen stürzen.
00:10:08: Die DDR kehrt zurück all die ausgelutzten Argumete, die wir schon oft gehört haben Und in der Pressekonferenz hat sich dann auch interessanterweise herausgestellt, die die Banken gegeben haben.
00:10:19: Dann auf die Nachfrage löst das denn jetzt eine neue Bankenkrise aus?
00:10:24: Ich glaube von der Volksbank sehr eindeutig nein!
00:10:27: Das wird keine Bankenkrisis auslösen.
00:10:29: So schlimm ist es vielleicht doch nicht und so nur außen wollen Sie natürlich in der Pressemitteilung dann nicht so gerne rausgeben.
00:10:37: aber wenn man sie direkt fragt... zeigt sich eben doch so schlimm was eigentlich gar nicht.
00:10:42: Und dann, als das alles passiert war, wer hat sich direkt angeschlossen?
00:10:46: Der Verband der Berliner und brandenburgischen Wohnungsunternehmen, Der BBU hat sich in den letzten Jahren leider vor allem zum Handlanger von Vonovia entwickelt.
00:10:56: Die sind dort nämlich auch Mitgliedsunternehmen und sind, was die Wohnungsbestände und natürlich auch deren Umsätze-, Geldmitgliedsbeitrag angeht mit der größte Akteur im Verband so dass der BBU gerne auch ihre Interessen vertritt Und die haben dann eben gemeinsam eine Kampagne vorbereitet, die ich glaube nach wie vor nicht gestartet wurde.
00:11:21: Deren Unterlagen also Musterpräsentationen, Musterinterviews, die veröffentlicht werden sollten aber an die Tats gespielt wurden wo sich herausgestellt hat... Auch Sie wollen sich natürlich gegen die Vergesellschaftung aussprechen.
00:11:35: Das tun sie auch schon seit längerem und Sie werden das jetzt nochmal mit Geld hinterlegen, es soll eine groß angelegte Plakatkampagne geben.
00:11:44: Es gibt diverse Falschbehauptungen in den Unterlagen dazu Und all das soll jetzt über den Sommer noch mal ausgerollt werden und in einer großen Kampagne gegen die vergesellschaften an den Start gebracht werden.
00:11:55: Eigentlich sollte das Ende Juni damit losgehen.
00:11:57: Wir haben immer noch nichts gesehen davon bis heute, außer eben dem Tatsartikel der das dann alles vorab veröffentlicht hat.
00:12:05: und in diesem Sturm stehen wir jetzt eigentlich seit den letzten paar Wochen und das hat sich zwischendurch ganz schön verrückt angefühlt.
00:12:17: ich glaube aber eigentlich ist es das worauf wir schon lange gewartet haben.
00:12:21: also klar war dass wird nicht Das wird nicht einfach so über die Bühne gehen.
00:12:27: Eine Mitsprecherin von uns, langjährige sagt immer öffentlich zu sprechen bedeutet sich in den Wind zu stellen und ich glaube das ist auch das was wir insgesamt bei Deutsche Wohnungen eigenen machen.
00:12:39: Wir versuchen eben etwas voranzutreiben was gegen die Interessen von Finanzakteuren, großen Konzernen oder Lobbyverbänden geht und die klar, die Interessen von Menschen nach vorne stellt.
00:12:54: Und das heißt eben Gegenwind zu bekommen und den müssen wir jetzt bewältigen.
00:13:00: Hast du manchmal Angst dass dieser Gegenwind irgendwie zu sehr zum Okan wird?
00:13:04: Und wir das nicht schaffen?
00:13:06: also das auch allein durch die Finanzmenge.
00:13:09: ich meine wir sind alle ehrenamtlich unterwegs.
00:13:11: auf der Gegenseite werden zehn tausende investiert wenn nicht noch mehr.
00:13:14: Ich habe da keine Zahlen zugelesen aber das ist meine Vermutung dass das einfach auch dann die öffentliche Meinung kippen kann?
00:13:25: Ich glaube, diese Kampagnen sind eigentlich immer das Gleiche.
00:13:27: Es ist immer irgendwie viel Kohle, die in die Hand genommen wird von so großen Konzernen für die eine Million Euro irgendwie Taschengeld ist, was sie aus der Portokasse nehmen.
00:13:35: aber es sind keine Menschen dahinter und deswegen ist es am Ende nicht erfolgreich.
00:13:39: Und ich glaube wir haben das im Laufe der Jahre schon diverse Male beobachtet und eigentlich irgendwo...es hat im ersten Moment etwas erschreckendes zu merken.
00:13:48: man wird von allen Seiten angegriffen Aber eigentlich denke ich, wow sind wir weit gekommen.
00:13:55: Haben wir was geschafft?
00:13:58: Niemand hätte uns vor sechs, sieben, acht Jahren so ernst genommen dieses Geld in die Hand zu nehmen.
00:14:04: Es ist ein Ausdruck davon wie weit wir gekommen sind und diese eigene Stärke zu spüren gegenwind zu haben heißt ja auch man kann sich da reinlehnen und man merkt eigentlich in dem Moment wie viel Widerstand man leisten kann gegen diesen Gegenwind.
00:14:17: Und das finde ich das beste Gefühl.
00:14:19: Vielleicht ein guter Zeitpunkt unsere tolle Liste vorzulesen, die wir vorbereitet haben.
00:14:23: Willst du das machen, Livia?
00:14:24: Warte mal welche
00:14:27: Liste an den Gegenwind-Liste!
00:14:29: Jeder kann sagen dass der Gegenwind groß ist.
00:14:30: aber wir haben tatsächlich immer rausgeschrieben wer alles gerade schon gegen Vergesellschaftung wettert.
00:14:35: Ja das sind eine super Liste.
00:14:40: Ich habe auch das Gefühl die Liste ist lang sozusagen methodisch divers genug, dass man das Gefühl hat okay die müssen wirklich... es ist nicht so klar wie man gegen uns sein kann.
00:14:50: Man muss sich schon was überlegen!
00:14:52: Man muss so absurden Shit machen wie das Grundgesetz angreifen.
00:14:54: Man kann nicht einfach irgendwie so ok.
00:14:56: ich lese die Liste vor.
00:14:58: Markus Söder CDU, CSU Berlin und Bund.
00:15:02: Die Bundesregierung, die Berliner SPD, die Bundes-SBD.
00:15:06: Die Landesregierung von Bayern und Nordrhein-Westfalen, die Bauministerkonferenz, die Finanzministerkonferenz, Berlins Finanzenator Ewas, Hamburgs Financenator Andreas Dressel, Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, Black Rock Merz... Man muh källt Trump, es ist ein bisschen unklar.
00:15:26: Ob Trump uns auf den Schirm hat wäre auch sozusagen kleiner lustiger Gegenwind aber es ist sehr unkler.
00:15:37: Und es geht noch weiter.
00:15:37: Der Verband der Familienunternehmer, der Bundesverband Freie Immobilien und Wohnungsunternehmen, der GDW, der BBU, die IHK Berlin, die Handwerkskammer Berlin, den Unternehmensverbindern Berlin-Brannburg, der vor allem Berliner Kaufleute und industrielle Vonovia natürlich und alles was in der Immovirtschaft Rangnahmen und Rendite trächtige Bestände hat und alle aufgestachelten und desinformierten Genossenschaften.
00:15:57: Auch dann ist das immer noch nicht vorbei.
00:15:58: falls ihr eingeschlafen seid nämlich die Berliner Sparkasse, die Berlina Volksbank, die DKB, die Investitionsbank Berlin irgendwo davon Mitglied sei zum Beispiel bei der DKB, z. B. bei der Berliner Sparkasse dann sagt doch mal not in my name.
00:16:12: Zum Beispiel per Mail kann man das machen und man kann da anrufen.
00:16:17: aber sozusagen ich glaube ehrlich gesagt als ich diese Liste zum ersten Mal gesehen habe dachte ich so
00:16:22: ah
00:16:23: dass ist viel... Das klingt viel schlimmer diese lange Liste zu hören als die einzelnen Angriffe sind.
00:16:32: also ganz im Sinne dessen was du schon gesagt hast Bella Ich hatte so das Gefühl Das sind irgendwie viele Namen, aber es kommt nicht so richtig fast dabei rum.
00:16:42: Also sowas Neues ist dabei rum und es sind keine Menschen dahinter und das sind auch sozusagen die Interessen, die da hinter stehen werden dadurch offengelegt dass diese Leute sich gegen die Vergesellschaftung aussprechen.
00:16:53: also im Prinzip sagen diese Leute ja einfach öffentlich Wir haben finanzielle Interessen, die den Interessen der Menschen entgegenstehen und wir müssen es jetzt offen sagen weil wir von euch bedroht werden.
00:17:04: Also weil ihr rechtmäßige Dinge tut, müssen wir jetzt hier so irgendwie langsam doch sagen dass wir aber einfach die Immolobis schützen wollen.
00:17:14: ja du nix schon so will er.
00:17:15: Ja was wir auf dieser Liste ja kein einziges mal hören sind Mieterinnen und Mietern.
00:17:20: Es geht überhaupt nicht um die Menschen denen Berlin gehört.
00:17:24: Für die machen wir das alles.
00:17:25: Für sie machen wir die Politik, die wir machen und es geht gegen die Interessen von Finanzmarkt- und Immobilienmarktakteuren, die spekulieren, die eben versuchen mehr Rendite abzuschöpfen – ich würde sagen, es zeichnet uns nur aus!
00:17:39: dass es klar ist, um wessen Interessen das hier geht.
00:17:44: Eigentlich muss man jetzt an der Stelle noch meine Lieblingsanecdote erzählen, die ein bisschen in dem Konglomerat von Ereignissen fehlt was nämlich dann ganz am Ende rausgekommen ist und was auch ein bisschen erklärt.
00:17:55: warum eigentlich jetzt?
00:17:57: Weil das war zwischendurch ein bisschen rätselhaft!
00:17:59: Wir haben lange auf diesen Backlash gewartet.
00:18:02: Der Berliner Wahlkampf geht jetzt so langsam in die Endphase und es gibt bestimmte Wahlprognosen für eine progressive Mehrheit in Berlin.
00:18:09: Also, es spitzt sich irgendwie so zu aber eigentlich hätte man denken können warum jetzt im Juni und nicht sagen wir mal Ende August Anfang September wo's so richtig heiß hergeht?
00:18:19: Und dann stellte sie sich heraus das Ganze ist so konzentriert und abgesprochen weil von Novia im Frühjahr eine Meinungsumfrage in Auftrag gegeben hat und dazu auch ein Studie bekommen hat.
00:18:32: Und in dieser Studie, die Sie angeblich nie geplant haben zu veröffentlichen, hat sich herausgestellt dass sechsundfünfzig Prozent der Berlinerinnen und Berliner für die Vergesellschaft von großen profitorientierten Wohnungskonzernen sind.
00:18:45: Und das haben wir ja schon immer gewusst denn wir haben den ersten Volksentscheid.
00:18:49: Wir wissen wie die Stimmung in Berlin ist aber das jetzt sozusagen ganz frisch fünf Jahre nach dem Volksentschild noch mal bestätigt zu bekommen ist natürlich einfach eine große Auszeichnung, auch eine Bestärkung dessen was wir machen.
00:19:01: Und ich muss sagen Ich habe mich schon liebisch gefreut also zu sehen Sie haben diese Umfrage gemacht, vermutlich weil sie dann groß damit rauskommen wollten.
00:19:09: Berlin will das gar nicht mehr.
00:19:11: Endlich haben alle verstanden auf welchen ihr sinnigen Wegs die sich damals begeben haben.
00:19:15: und dann stellt sich heraus... ...sechsundfünfzig Prozent der Menschen in Berlin sind nach wie vor dafür.
00:19:20: Vierundzwanzig Prozent sind unentschlossen und nur siebzehn Prozent sind dagegen was ich wirklich erstaunlich wenig finde.
00:19:26: also es gibt einen Potenzial von dreieinachtzig Prozent.
00:19:30: den Leuten was ja auch ungefähr den Menschen entspricht die in Berlin zur Miete wohnen macht schon alles so seinen Sinn.
00:19:37: Und dann wird das einfach geliegt an den Tagesspiegel und es ist wirklich als wirklich eines der besten Wochenenden, würde ich
00:19:43: sagen.
00:19:44: Das war nicht nur irgendwie die Studie, die Sie selber gemacht haben sondern vom SINOS-Institut kann man euch noch dazu sagen also ja ein Institut was renommiert ist.
00:19:54: Große
00:19:54: umfangreiche Studie neunzig Seiten wirklich sehr detaillierte Fragen zu verschiedenen Einstellungen.
00:20:00: welche Auswirkung wird es auf dem Wohnungsmarkt haben?
00:20:04: Spannend und schön, dass wir das hören können.
00:20:07: Und ich nehme an Sie sind danach einfach in Panik verfallen.
00:20:10: Sie haben nicht das Ergebnis bekommen was sie dachten und dann haben sie angefangen sozusagen ihre Papkameraden aufzubauen und diese verschiedenen Kampagnen vorzubereiten.
00:20:19: und jetzt sind wir eben an diesem Punkt.
00:20:23: Es ist nicht so klar, ob das uns in die Hände spielt und es gibt ja auch einfach klare Positionierungen verschiedener Akteure innerhalb der Zivilgesellschaft.
00:20:32: Gewerkschaften, Mieterinnenvereine, Genossenschaften, Meet-Innis also die Akteuren, die checken was abgeht die Interessen der Menschen vertreten.
00:20:42: Vielleicht kannst du dazu noch mal was sagen, was es da eigentlich für ein Zusammenspiel von Akteuren gibt in der CW-Gesellschaft?
00:20:50: Ja ich glaube das Schöne war wie viele Solidaritätsbekundungen wir dann in Reaktionen auf diese verschiedenen Angriffe bekommen haben und was so alles daraus entstanden ist.
00:20:59: also wir haben ja solange es uns gibt auch bundesweit Kontakte zu anderen Mietinitiativen zu verschiedenen Mieten Volksentscheiden zum Beispiel damals in Hessen Und die Kontakte sind da, aber es hat sich einfach sehr schnell reaktiviert in dem Moment wo klar wurde wow.
00:21:16: Es kommt jetzt wirklich von der Bundesregierung also ist ganz oben aufgehängt.
00:21:21: Und was seitdem schon so passiert ist an Aktionen, es wirklich einfach schön zu sehen.
00:21:26: Es gibt verschiedene Artikel zur Protestkundgebung die schon stattgefunden haben.
00:21:32: Zu Aktion in Bochum und Münster, zu Solibrief aus Bandwürttemberg.
00:21:38: Wir haben Unterstützung hier von den Genossenschaften in Berlin.
00:21:42: wir haben Unterstützung bekommen von DGB und seinen Mitgliedsgewerkschaften.
00:21:47: Das kommt also wirklich aus allen Richtungen eben Menschen und nicht Konzernen.
00:21:53: Und das ist ja auch Teil der Stärke, die wir dann auch gemeinsam spüren können.
00:21:57: Das hat wirklich viel Spaß gemacht in den letzten Wochen.
00:22:00: Glaubst
00:22:00: du, dass du einen Zuspruch über den du dich besonders gefreut hast oder der dich besonders überrascht hat?
00:22:04: Oder anderweitig bewegt hat?
00:22:09: Ich glaube was mich am meisten freut sind so die kleinen Momente von Leuten die sich vielleicht sonst auch nicht geäußert hätten, aber die dann irgendwie wirklich merken.
00:22:19: so jetzt geht's mir zu weit.
00:22:21: Ich muss da denken an einen Brief den wir zugeschickt bekommen haben von einem Professor der eine kleine Fachzeitschrift macht und mit dem wir auch schon mal ein Interview geführt haben, weil er es selber einfach nicht fassen konnte.
00:22:39: Und er ist SPD-Mitglied dann im Brief geschickt an die SPD Bundestagsfraktionen und hat nochmal über fünf Seiten wirklich mit sehr schlüssigen Argumenten offensichtlich viel Arbeit, die er da reingesteckt hat, dargelegt warum es dieses Verbot nicht geben kann und dass diese Offenheit des Grundgesetzes bestehen bleiben muss das man unterschiedlicher Meinung darüber sein kann ob Vergesellschaftung jetzt das Mittel ist oder nicht, aber dass es eben nicht sein kann, dass man das gar nicht erst zulässt.
00:23:06: Also dass man versucht so eine demokratische Entscheidung zu torpedieren und es einfach zu verbieten.
00:23:11: Und was darin so zu spüren war wirklich diese echte ganz persönliche Empörung darüber wie kann das sein?
00:23:20: Jetzt ist der Moment wo ich selber mich äußern werde, wo ich aktiv werde.
00:23:24: Wo ich mich dafür einsetze weil das geht mir zu weit und das sind immer Momente wo ich denke es liegt wirklich vielen Menschen am Herzen.
00:23:34: Das Thema löst bei Leuten wirklich was aus, weil's um Gerechtigkeit geht, weils um gemeinsame Entscheidungen geht, Weil es um eine Gesellschaft geht die für alle da ist Und dass es so schön zu spüren wie sehr das eben auch andere Menschen bewegt.
00:23:53: Es geht ja aber auch, also es geht um die Sache und ich glaube die Menschen merken das ist um was geht.
00:24:00: Um die Sache geht und darüber wie wir Wohnen organisieren wollen in diesem Land, also in Berlin aber auch in diesem land.
00:24:06: Aber ich finde es geht zunehmend auch wirklich ums Format.
00:24:09: Also es geht irgendwie darum ob man einen Volksentscheid ernst nimmt Ob man eine Expertinnenkommission ernst nimmt, ob man Demokratie ernst nimmt irgendwie glaubt, dass Menschen was zu sagen haben in diesem... Also das ist wirklich irgendwie interessant.
00:24:25: Dass ich glaube, inzwischen könnte es so ungefähr alle aufregen wie einfach mit dem Willen des Volkes im Weitest also so umgegangen wird.
00:24:36: Und ich glaube, die SPD ist da so ein interessanter Fall.
00:24:39: Auch weil es überhaupt nicht überraschend ist, dass so die Basis-SPD Mitglieder... Ich glaube, es gab drei Befragungen in Berlin, die alle gesagt haben, die Basist der SPD ist für Vergesellschaftung und aber das kommt nicht an bei der Parteispitze.
00:24:53: Es ist ganz klar, dass es dann einen Bruch gibt zwischen der Basis und der Parteispitzen.
00:24:58: Und dieser unwilling als regierende sich mit Demokratie auseinanderzusetzen oder sozusagen in der Demokratie die Macht zu haben und so zu regieren, dass sowas wie ein Volksentscheid ein Gewicht haben kann.
00:25:15: Das ist schon eklatant und ich glaube kann auch CDU-WählerInnen aufregen?
00:25:21: Ich glaube es gibt an allen englenden Gründe warum man das falsch finden kann.
00:25:26: Selbst wenn man nicht sozusagen morgen für einen Euro enteignen will Kann man das auch einfach politisch falsch finden, kann man das einen falschen Umgang mit gesellschaftlicher Meinungsbildung und eben auch Entscheidungsprozessen?
00:25:39: Und ja irgendwo liegt da drin ein sehr aus der Balance geratenes Verständnis von Demokratie.
00:25:48: Also zu glauben, ich bin in einer Machtposition gewählt worden und deswegen weiß ich es auf jeden Fall besser.
00:25:54: Und selbst wenn eine direktdemokratische Entscheidung getroffen wird wie ein Volksentscheid, das ist ja auch nicht mal... Es ist keine repräsentative Umfrage sondern es sind tatsächlich alle Menschen die wahlberechtigt sind Berlin gefragt worden mit einer sehr hohen Wahlbeteiligung.
00:26:09: Wir haben also dieses sehr klare Ergebnis und es dann noch wegzureden, uns zu sagen die Leute sind manipuliert worden.
00:26:15: Die wussten gar nicht worüber sie abgestimmt haben.
00:26:18: Also die eigene Wählerendschaft auch so dumm reden zu wollen da muss man schon.
00:26:25: das muss irgendwo schon ein sehr merkwürdiges eigenes Verständnis davon sein welche Positionen man jetzt eigentlich hat und warum man da reingewählt worden ist.
00:26:34: Können wir noch einmal kurz inhaltlich über dieses Vorhaben der Bundesregierung sprechen?
00:26:38: Wir haben bis jetzt nur gesagt, dass die Vergesellschaftung verbieten wollen.
00:26:42: Wie soll das funktionieren?
00:26:45: Bisher wissen wir noch gar nicht so viel darüber wie Sie sich das genau vorstellen.
00:26:49: eigentlich ist das einzige was Jetzt erfahren haben diese einen Satz den März auf der Pressekonferenz nach dem Koalitionsausschuss gesagt hat.
00:27:00: Im Koalitionsausschuss, das ist so eine kleine Runde der Regierungsparteien in denen so nächste Vorhaben beraten werden indem man sich also auf die kommende Politik einigt und da haben sie in der Nacht vom ersten auf dem zweiten Juli alle möglichen Gesetzesänderungen beraten die meisten davon ziemlich katastrophal.
00:27:17: Und der eine Satz, den März dann eben am nächsten Vormittag gesagt hat ist wir werden die Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen per Bundesgesetz verbieten.
00:27:25: Das ist eigentlich alles was wir bis jetzt wissen.
00:27:28: auch in der Regierungsbefragung, die dann in den Tagen danach noch mal im Parlament stattgefunden hat es eigentlich nicht viel mehr herausgekommen und das wird jetzt diese Sommerpause abzuwarten sein und dann sehen wir wahrscheinlich im Herbst wie sie sich das vorstellen.
00:27:41: tatsächlich ist es juristisch nicht so, wie er das dargestellt hat und wird auch nicht so umzusetzen sein.
00:27:48: Da sind wir uns ziemlich einig mit vielen anderen Juristen in die sich das inzwischen angeschaut haben.
00:27:55: Einfach eine Vergesellschaftung aufs Bundesebene zu verbieten würde bedeuten man macht ein so gesandantes Sperrgesetz also ein Gesetz was selber gar kein Inhalt hat sondern einfach nur etwas anderes sperren soll in dem Fall nämlich die.
00:28:10: Das wiederum greift ja ins Grundgesetz ein, weil das deutsche Grundgesetz erlaubt eben die Vergesellschaftung von unter anderem Grund und Boden.
00:28:19: Die Grundlage ist auf die wir uns beziehen und man kann nicht einfach durch ein einfaches Gesetz so einen Artikel im Grundgesetz aushebeln.
00:28:27: Man müsste dafür schon das Grundgesetz ändern aber dafür haben sie keine Verfassungsändernde Mehrheit und das ist auch nicht das was Merz angekündigt hat.
00:28:35: Das Interessante ist, dass mittlerweile auch die Bundesregierung in Form von Bundesjustizministerin Stephanie Hobig zugegeben hat.
00:28:42: Dass das in der Form nicht funktioniert.
00:28:44: Sie hat ich glaube in der letzten Woche dem Handelsblatt ein Interview gegeben wo sie selbst noch mal darauf hinweist, dass es in dieser Form nicht möglich ist jetzt sich natürlich nicht dazu geäußert wie das jetzt weiter aussehen soll.
00:28:55: Sie hatte auch in der Regierungsbefragung durchblicken lassen, dass das Ganze nicht in ihrem Haus angesiedelt sein wird.
00:29:04: kommen soll, aber wir haben wie gesagt keine Details dazu was sie sich noch weiter vorstellen.
00:29:10: Für uns bedeutet das im Wesentlichen wahrscheinlich geht es ihnen vor allem um eine Blockade.
00:29:17: also die Frage ist das verfassungsgemäß oder nicht?
00:29:20: Die würde am Ende vom Bundesverfassungsgericht geklärt werden müssen und das sind langjährige Gerichtsprozesse aufgrund der Überlastungslage an den deutschen Gerichten und natürlich auch deswegen weil Verfassungsfragen einfach oft kompliziert sind, lange beraten werden.
00:29:36: Und damit geht es eigentlich darum das ganze Vorhaben möglichst lange aufzuschieben.
00:29:40: selbst wenn dann am Ende rauskommt nee das hätten sie so nicht erlassen dürfen oder dieses Gesetz ist nicht wirksam muss ja erstmal eine Klärung herbeigeführt werden.
00:29:50: das heißt es geht eigentlich darum uns zu verzögern
00:29:54: zu verzögern und auch Wahlkampf zu machen, würde ich denken.
00:29:57: Also in dieser Situation Wahlkampf zu machen in Berlin mit damit eine Verbotspartei zu sein was hier nicht unbedingt genau positiv besetzt sein sollte.
00:30:09: Ja wirklich ein erstaunlicher Eingriff von einer Bundesregierung in einem Landeswahlkampf.
00:30:15: das kann man von so einigen Seiten eigentlich sagen.
00:30:17: auch die Investitionsbank Berlin beispielsweise ist ja ein öffentliches Unternehmen.
00:30:22: Die sollten sich in dieser Form gar nicht äußern zu Wahlkampfteben.
00:30:27: Oder auch einige von den.
00:30:29: landeseigene Wohnungsunternehmen haben inzwischen in ihren Nichtmitgliedszeitschriften Wir haben inzwischen in einigen von Ihren Zeitschriften, die Sie Ihren Mieterinnen zustellen.
00:30:41: So kleine Artikel und Kommentare zur Vergesellschaftlichung veröffentlicht wo teilweise Falschbehauptungen drin stehen, wo sie alle möglichen Katastrophen herbeireden.
00:30:49: auch da kann man sagen das ist ein öffentliches landeseigenes Unternehmen.
00:30:53: warum greift es in der Form in den Wahlkampf ein?
00:30:57: Ja schon krass.
00:31:00: Warum werden wir eigentlich auch von den Genossenschaften attackiert?
00:31:04: Da kursieren eine Menge falsche Ideen und ich würde sagen, es geht aber vor allem aus von den großen Berliner Genossenschaften die selbst mehr als dreitausend Wohnungen in Berlin besitzen.
00:31:15: Leider kommt immer wieder ein Umlauf dass diese Genossschaften auch betroffen werden was nicht stimmt was noch nie gestimmt hat.
00:31:23: schon im Beschlusstext unseres ersten Volksentscheides stand explizit die Ausnahme von Genossenschaften mit drin.
00:31:30: Es konnte jede Person lesen, die auf so einer Unterschriftenliste unterschrieben hat.
00:31:34: Das war da ganz wörtlich drin formuliert und trotzdem gibt es diesen Kampagnen immer wieder.
00:31:40: Auf der anderen Seite haben wir aber auch Kontakt mit kleinen Genosschaften, denen selber entsetzt darüber sind warum eigentlich diese Fake News verbreitet werden und warum sich diese Genossschaften so auf die Hinterbeinen stellen gingen eine politische Vorhaben, was gar nichts mit ihnen zu tun hat.
00:31:56: Genossenschaften sind schon ein gemein Eigentum können also gar nicht überführt werden.
00:32:02: Du hast ja jetzt schon so ein bisschen etwas dazu gesagt, was das für uns heißt?
00:32:05: Dass Merz das angekündigt hat und gesagt naja im Prinzip kann uns das verzögern aber es kann uns nicht stoppen.
00:32:13: Es gibt ja jetzt aber zwei verschiedene Wege wie wir sozusagen dahin kommen könnten dass diese Wohnkonzerne Vergesellschaftet werden, also deren Bestände vergesellschafted werden.
00:32:25: Und zwar einmal über einen parlamentarischen Weg und einmal über ein Gesetz des Volksentscheid.
00:32:30: Wir haben dieses Gesetz geschrieben das heißt die regierenden Parteien könnten dieses Gesetz einbringen und sozusagen selbst dafür eintreten als Regierung dass vergessellschaftet wird.
00:32:42: Oder wir sagen, wir machen das ohne die Leute, die da sitzen.
00:32:46: Wir machen wieder einen zweiten Volksentscheid, der diesmal anders funktioniert als der erste Beschluss- und Gesetzesvolksentscheide ist.
00:32:56: Und dieser Gesetzesfolksentschallt ist insofern besonders dass dieses Gesetz dann am nächsten Tag in Kraft tritt.
00:33:02: Diese beiden Wege stehen sich nicht direkt gegenüber, weil der erste Weg sozusagen als erstes passieren wird.
00:33:07: Weil diese Wahl als erstens passieren wird.
00:33:09: aber vielleicht kannst du so ein bisschen was dazu sagen wie sich die Beidenwege zueinander verhalten.
00:33:15: Was die Vor- und Nachteile sind für die Leute in Berlin, für die zeitliche Abfolge usw..
00:33:23: Ja, ich glaube mit dieser Wahl stellt sich ja letztendlich ein neues Möglichkeitenfenster für das ganze Vorhaben.
00:33:29: Sehr klar nach wie vor gilt der Volksentscheid von zwanzig-einundzwanzig.
00:33:33: an der Situation des Berliner Wohnungsmarkts hat sich wirklich nichts geändert und es ist nur noch schlimmer geworden.
00:33:38: Es gibt also keinen Grund dieses Vorhabem aufzugeben.
00:33:43: Die Abstimmung ist so ausgang wie sie ausgegangen ist.
00:33:45: Das heißt seit fünf Jahren warten wir und wartet Berlin darauf, dass endlich umgesetzt wird was damals beschlossen wurde.
00:33:52: Und es war klar in dem Moment als die Wiederholungswahl zwanzig-dreiundzwanzig mit einer Mehrheit für die CDU ausgegangen Ist das unter dieser Regierung nicht passieren würde.
00:34:04: Das haben Sie von Anfang an gesagt.
00:34:05: Das tun sie auch bis heute noch und deren Zeit ist aber abgelaufen Und im September werden wir sehen, wer die nächste Regierung von Berlin stellt.
00:34:15: In der Zeit sehen die Prognosen so aus dass es durchaus für eine progressive Mehrheit reichen würde und sie sind in der gleichen Verantwortung wie auch alle Parteien vor ihnen in der Regierung waren Die.
00:34:28: eigentlich ist jetzt alles fertig dafür.
00:34:30: Wir haben die Hausaufgaben des Senats gemacht Haben das Gesetz selber geschrieben Das Sie hätten schreiben müssen.
00:34:34: Es ist wie du sagst, Sie können das jetzt jederzeit nehmen und umsetzen.
00:34:38: Das hätte den Vorteil, dass das natürlich einmal zeitlich deutlich schneller gehen würde.
00:34:43: Man könnte also direkt loslegen im Herbst und auch, Eigentlich mehr Spielraum dafür gibt Sachen noch mal zu beraten, gegebenenfalls auch irgendwie Dinge nochmal anzupassen.
00:34:58: Natürlich stehen dahinter auch noch einmal viel mehr Ressourcen.
00:35:00: also wenn wir dann eine große Berliner Verwaltung mit im Spiel da gibt es sehr viele Expertise die kann dann nochmal mit einfließen.
00:35:07: man kann gegebenen falls auf einzelne Sachen nochmal drauf schauen.
00:35:11: Wir denken, wir haben uns das alles sehr genau angeguckt und es funktioniert so wie wir es aufgeschrieben haben.
00:35:17: Aber der Unterschied ist eben mit einem Volksentscheid gibt's einfach einen Versuch.
00:35:22: Und den haben wir und ich glaube den werden wir auch gewinnen wenn wir den Gesetz des Volksentsscheids machen.
00:35:28: aber danach muss es dann eben... Ist es so abgestimmt wie es abgestimmt?
00:35:32: Man kann danach nichts mehr ändern.
00:35:33: Das ist im Parlament natürlich anders.
00:35:36: Auf der anderen Seite haben wir im Moment keinen Grund, den Berliner Parteien besonders zu vertrauen.
00:35:43: Weil sie haben die Chance schon gehabt, den Volksentscheid umzusetzen und Sie haben sie nicht ergriffen.
00:35:48: Man wird sehen müssen ob sie dieser Verantwortung jetzt endlich gerecht werden und falls sie das nicht tun sind wir eigentlich auf alles vorbereitet weil wir haben die Gesetze jetzt fast fertig gestellt.
00:35:59: beide.
00:36:00: Und dass wir die Mehrheiten noch haben, haben wir ja schon gesehen und auch viele Aktive, die eigentlich nur darauf warten wieder loslegen zu können.
00:36:07: Ich glaube auch... ...viele Menschen in Berlin, die jetzt gar nicht direkt in der Initiative aktiv sind aber die natürlich immer bei uns anklopfen und sagen wann geht's los?
00:36:16: Ich bin wieder dabei ich habe bloß Unterschriften zusammen.
00:36:19: also eigentlich stehen wir in den Startlöchern.
00:36:22: entweder sie machen es endlich oder wir machen das eben selber.
00:36:26: Und man angenommen jetzt kommt März mit seinem Vorhaben durch, erlässt ein Gesetz was wir für Verwassungswidrig halten und zeitgleich bildet sich eine progressive Landesregierung in Berlin die die vergesellschaft umsetzen würde.
00:36:40: Was passiert dann?
00:36:43: Ich glaube das ist zum jetzigen Zeitpunkt noch ein bisschen schwierig zu sagen weil wir die Details dieses bundesgesetzes noch nicht kennen.
00:36:50: im Grunde Wenn Sie was in diese Richtung erlassen sollten, dann wäre es so.
00:36:55: wir können erstmal ganz normal starten.
00:36:58: Wir können auch die erste Phase der Unterschriftensammlung dies ja immer gibt für die man zwanzigtausend Unterschriften braucht durchführen und dann ist ohnehin davon auszugehen dass das nochmal eine rechtliche Prüfung geben wird Und an dieser Stelle hat der Berliner Senat auch die Möglichkeit das weiter zu verweisen ans Berliner Landesverfassungsgericht.
00:37:17: Auch da kann es gut sein, dass sie das machen werden Und das Landesverfassungsgericht müsste dann eben prüfen, ist es in dieser Form zulässig und würde dann wenn ein Bundesgesetz vorliegt zu dem Schluss kommen.
00:37:32: Das muss geklärt werden und weil es aber ein Bundesgesetz ist, muss das dann weiter verwiesen werden.
00:37:37: an des Bundesverfassung Gerichts kann also nicht in Berlin entschieden werden.
00:37:41: Das heißt ab da kann es sehr langwierig werden vor Gerichten.
00:37:47: Mein Eindruck Wirklich viele Leute, wirklich viel Lust hätten ein Gesetzesverögensentscheid zu machen in Berlin.
00:37:52: In der Zivilgesellschaft ist einfach wirklich viele Leute wieder Bock haben auf so eine Sammelphase.
00:37:57: das war einfach ich glaube für viele nicht nur diejenigen die wirklich stark aktiv waren in der Kampagne eine sehr prägende Zeit und eine Zeit in der man wirklich fühlen konnte dass Leute zusammenkommen und was verändern.
00:38:11: Das war natürlich auch eine Zeit, als zu zeigen die Immolobby vielleicht so ein bisschen so war ja okay lasst mal die Che-Lieder da ihr Ding machen.
00:38:18: Aber
00:38:18: ich glaube... Und das ist auf jeden Fall nicht mehr so wie wir gesehen haben aber ich glaube diese kollektive Kraft zu spüren egal sozusagen ob man jetzt Pressesprecherin von DWE war oder einfach nur mal kurz mit gesammelt hat auf einer Demo.
00:38:33: Da haben wir uns auch mal gesehen erste Mai-Demo auf dem Fahrrad!
00:38:36: Auf der A... Einhundert?
00:38:37: Das war super Genau, ich glaube das ist schon auch toll so zu merken dass Demokratie auf diese Art gelebt werden kann.
00:38:47: Auf der Straße und dass man so einen Volksentscheid gewinnen kann und so ein Gesetz gewinnen können.
00:38:53: also ich sage eigentlich dass es der bessere Weg ist.
00:38:55: Ich glaube nur es ist ein Weg der sich anders anfühlt dadurch wie er gewonnen wurde.
00:39:01: Ja, ich denke auch politisch ist es wirklich was ganz anderes.
00:39:04: Also ich glaube so was die Zeitschiene angeht ist natürlich im Parlament da gibt's irgendwie mehr Stellschrauben und man kann das mit anderen Ressourcen hinterlegen und es geht unter Umständen schneller.
00:39:14: aber was die Meinungsbildung angeht und die politische Partizipation in Berlin ist so ein Volksentscheid eigentlich mit das Beste was man machen kann weil es geht ja nicht nur darum diese Unterschriften zusammen zu bekommen, sondern es geht vor allem darum mit möglichst vielen Menschen darüber zu sprechen.
00:39:31: Netzwerke zu bilden viele Leute kennenzulernen gemeinsam Aktionen zu machen zum Thema der Stadt zu werden.
00:39:39: das ist ja das was zwanzig einundzwanzig passiert ist.
00:39:41: niemand hat nicht darüber geredet und ich würde sagen Bresanz hat es auch immer noch.
00:39:46: Natürlich ist zwischendurch ein bisschen in Hintergrund geraten, wenn wir ja auch irgendwie vor allem am Gesetz gearbeitet haben aber trotzdem ... Wir landen immer noch in den Zeitungsartikeln und das ist überhaupt Artikel über Vergesellschaftung und Enteignung gibt.
00:39:59: Das liegt eben an uns!
00:40:01: Und diese Form der Meinungsbildung zu haben bedeutet auch echte Demokratie in meinen Augen.
00:40:07: Ich finde eine Verabschiedung im Parlament kann trotzdem richtig sein.
00:40:13: Es wird, sagen wir auch als formaler Weg so eingerichtet.
00:40:16: Aber was die Partizipation angeht ist der Volksentscheid eigentlich das Instrument wo ich denke dann ist es wirklich ein Gesetz der Berlinerinnen und Berliner.
00:40:27: Du hast ja gerade schon gesagt dass es ein Gesetz zur Berlinerin ist.
00:40:31: dieses Gesetz hat viele Paragrafen die nicht immer ganz leicht sind zu verstehen.
00:40:36: dafür gibt es diesen Podcast.
00:40:38: Die anderen Folgen gehen ganz kleinteilig durch die Paragrafen, aber auch mit vielen lustigen Anekdoten.
00:40:45: Und wir befragen die Juristinnen in unserer Kampagne dazu was eigentlich genau gemeint ist bei den einzelnen Paragraphen wie es dazu kam dass sie da drin stehen welche Paragraphen langweilig sind welches spannend sind was dahinter steht.
00:40:59: Genau hört rein lasst ein Like damit.
00:41:03: was wollte ich eigentlich
00:41:08: sagen?
00:41:08: Überall
00:41:09: da wo es Podcast gibt.
00:41:10: Und falls ihr Lust bekommen habt bei DWE mitzumachen, es gibt wirklich ganz viele tolle Punkte an denen man viel lernen und mitmachen und Wut in Aktionismus und Freude und gemeinschaftliches Handeln übersetzen kann.
00:41:26: Insofern meldet euch gerne bei eurem Keats-Team das auch eine tolle Art in Berlin weiter anzukommen und wir sehen uns!
00:41:35: Warte, du musst sagen wie man sich da meldet.
00:41:37: Wie man sich
00:41:37: doch meldet?
00:41:38: Ihr findet die Adressen auf der Webseite dweenteigendenzusammengeschrieben.de.
00:41:44: Da gibt es den Button mitmachen und darüber könnt ihr Kontakt zu uns aufnehmen.
00:41:48: wir freuen uns über alle die Bock haben mitzumachen.
00:41:51: Okay vielen vielen Dank Bella dass Du hier warst.
00:41:53: das war mal wieder eine sehr spannende Folge.
00:41:56: Bis zum nächsten Mal
00:41:57: Danke dass ich dabei sein durfte.